Wird man, der getauft wird, sicher gerettet? Ich habe neues Verständnis

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Wir Gläubige sind getauft worden. Bedeutet das, dass wir die Zustimmung des Herrn erhalten haben und nach der Taufe erlöst wurden?

Ich betrat den Glaubensweg

Als ich noch sehr jung war, habe ich mit meiner Mutter an Bodhisattva geglaubt. Nach der Heirat litt mein Mann an einer Depression, die die ganze Familie immer wieder in Verwirrung stürzte. Damals dachte ich, es nützt nichts, an Bodhisattva oder Buddha zu glauben. Ich war ständig schlecht gelaunt. Später traf ich eine alte Tante von mir, die mich überredete, an den Herrn Jesus Christus zu glauben. Die Tante sagte mir, dass der Herr Jesus Christus der wahre Gott sei, der nicht nur die Himmel und die Erde und alle Dinge erschaffen kann, sondern auch die Toten wieder zum Leben erwecken und die Lebenden verwandeln kann. Ich war bewegt von ihren Worten. Ich erwartete, dass der Herr meine allgegenwärtige Hilfe und meine Unterstützung sein würde, nachdem ich an Ihn geglaubt hatte. Daher war ich sehr motiviert, an Gott zu glauben. Ich ging jedes Wochenende mit meiner Tante in die Kirche, um an der Versammlung teilzunehmen, und wollte es nicht ein Mal verpassen.

Ich wurde auf Jesus Christus getauft

Einige Monate später informierte die Kirche die Brüder und Schwestern, die getauft werden sollten, um an der Ausbildung teilzunehmen. Das Wort „Taufe“ war etwas Neues für mich. Ich fühlte mich so neugierig, dass ich die Tante fragte, was Taufe sei und warum wir getauft werden sollten. Sie antwortete: „Die Taufe sieht aus wie ein Ritual, aber es ist ein notwendiger Prozess, um dem Herrn zu folgen. Nach der Taufe werden wir die Mitglieder der Familie Gottes sein. Gott wird uns bei großen oder kleinen Angelegenheiten helfen, und Er wird für uns sorgen, wo immer wir auch sind. Obwohl du jetzt an den Herrn glaubst, bist du immer noch nicht im Hauses Gottes, weil du nicht getauft wurdest.“ Aus ihren Worten wusste ich, dass die Taufe sehr wichtig war. Ich dachte mir, ich möchte getauft werden und ein Mitglied der Familie Gottes werden. Ich will kein Außenseiter sein. Daher bereitete ich mich vor und freute mich sehr auf diesen Tag.

Der Tag kam endlich. Als ich früh am Treffpunkt erschien, wartete ein Dutzend Menschen darauf, getauft zu werden. Ich sah mich um, um zu sehen, wie sie ablief. Dann predigte der Pastor und las einen Vers vor: „Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,19-20). Er erklärte auch die Bedeutung der Taufe für die Christen. Und dann begann die Taufe. Da es in der Stadt keinen Fluss gab, schien der Gottesdienst sehr einfach: Es gab ein Wasserbecken, ein Handtuch, einen Pastor und einen Ministranten. Als eine Schwester auf dem Boden kniete, stand der Pastor neben ihr und eine andere Person trug das Wasserbecken vor sich her. Der Pastor rief den Namen der Schwester, und sie antwortete. Dann sagte der Pastor: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Während er das sagte, schöpfte der Pastor etwas Wasser mit seinen Händen und tröpfelte es auf den Kopf der Schwester. Der Ministrant wischte das Wasser schnell ab. So lief die Taufe ab. Als der Pastor mich taufte, fühlte ich mich bei dem Gedanken, dass ich ein echter Christ werden würde – ein Mitglied der Familie Gottes, unaussprechlich glücklich und aufgeregt.

Der kleine Ritus ließ mich verstehen, dass das Empfangen der Taufe die Forderung des Herrn an alle Gläubigen ist. Und er zeigt, dass sich die Gläubigen mit dem Tod, der Beerdigung und der Auferstehung Christi identifizieren. Im Ritus bedeutet unser Eintauchen in das Wasser, dass wir in Sünden sterben, und unser Auftauchen aus dem Wasser bedeutet, dass das reine und heilige Leben durch das Heil des Herrn kommt. In Römer heißt es: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Römer 6,4). Da wir Christus angenommen haben und zusammen mit Jesus gestorben sind, werden die Sünden nicht mehr über die Toten herrschen, weil der Herr gesagt hat: „Denn ich will gnädig sein ihrer Untugend und ihren Sünden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken“ (Hebräer 8,12). Und im Vers in 2 Korinther heißt es, „Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur“ (2. Korinther 5,17).

Ich glaubte fest daran, dass ich, die ich glaubte und getauft wurde, gerettet werden würde

Ich fühlte mich nach der Taufe sehr glücklich. Ab dem Moment meiner Taufe würde mein Leben nicht mehr der Sünde, der bösen Macht oder mir selbst gehören, sondern ich würde von Gott umsorgt und beschützt werden und Seine Gegenwart spüren. Denn Gott hatte uns und uns unseren Sünden vergeben. Außerdem sagte der Herr: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden“ (Markus 16,16). Deshalb habe ich im folgenden Alltag mehr darauf geachtet, nach Gottes Worten zu handeln. Manchmal schimpfte mich mein Mann, so dass ich schlechte Laune entwickelte. Ich war verletzt und wollte mich nicht darum kümmern, ob er etwas zu essen oder Hunger hatte. Ich habe mich entschlossen, kein Wort mehr mit ihm zu reden. Aber der Herr lehrte uns, anderen siebenundsiebzigmal zu vergeben. Und die Bibel sagt: „Zürnet, und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer“ (Epheser 4,26-27). Als ich daran dachte, sprach ich zuerst mit meinem Mann und kümmerte mich dennoch um ihn. Ich half oft einer Schwester in der Nähe, die Mühe hatte, mit dem Leben fertig zu werden. Auf Festen wurde ich ihr etwas Geld geben, um die Lebensbedingungen ihrer Familie zu verbessern. Normalerweise nahm ich etwas Nahrung mit, wenn eine Schwester im Krankenhaus war, und betete mit anderen Schwestern für sie. Egal, wie beschäftigt ich war, wurde ich jeden Monat zur heiligen Kommunion gehen, weil ich fest daran glaubte, dass der Herr sich nicht an meine Sünde erinnern würde, da ich getauft worden war. Obwohl ich Sünden beging, würde das kostbare Blut Christi meine Sünden durch die Teilnahme an der heiligen Kommunion immer wieder reinigen. Ich würde sicherlich in Christus geheiligt werden. Wenn der Herr Jesus Christus in Sein Reich kommt, würde ich sicher in das Himmelreich entrücken.

Die Worte einer Schwester haben mich plötzlich erweckt

Ich betrachtete meine Taufe als Beweis meiner Erlösung. Darüber hinaus versprach der Herr: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.“ So glaubte ich fest daran, dass ich zuerst ins Himmelreich entrücken würde, wenn der Herr Jesus Christus zurückkehrt, um Seine Gläubigen zu holen. Später stieß Schwester Xia zu uns. Als ich einmal mit ihr plauderte, sprachen wir über den Glauben an den Herrn. Ich wusste, dass sie mit ihrer Mutter an den Herrn geglaubt hatte, seit sie sehr jung war. Jetzt war sie Predigerin. Ich erzählte ihr selbstbewusst von meinen Gedanken. Aber sie sagte: „Es ist wahr, dass der Herr Jesus uns unsere Sünden vergeben hat. Aber das bedeutet nicht, dass wir frei von Sünden, frei von den Fesseln der Sünden sind, um heilig zu sein.“ Sie fragte mich: „Der Herr Jesus Christus hat uns unsere Sünden vergeben. Was heißt Sünden?“ Ich antwortete: „Groll, Mord, Eifersucht und ….“

Als sie sah, dass ich ihre Frage nicht beantworten konnte, fuhr Schwester Xia fort: „Ehebruch, Diebstahl und alles, was gegen das Gesetz, die Gebote und Gottes Worte verstößt, ist Sünde. Alle Verhaltensweisen, die Gott widerstehen, Ihn verurteilen und Ihn richten, sind Sünde. Ihn zu lästern ist umso mehr Sünde und darüber hinaus eine unverzeihliche Sünde. Der Herr Jesus Christus kam unter den Menschen. Sein Fleisch wurde gekreuzigt, um das Sündeopfer für uns Menschen zu sein. Solange wir zum Herrn beten, unsere Sünden bereuen und bekennen, werden wir nicht verdammt oder getötet werden. Das heißt, Gott wird uns nicht als Sünder betrachten. Und aufgrund Seiner Vergebung unserer Sünden können wir zum Herrn beten, um Seine Gnade zu genießen. Das ist die wahre Bedeutung der Vergebung der Sünden. Obwohl unseren Sünden wegen des Sühneopfers des Herrn Jesus Christus vergeben wurde, bedeutet das nicht, dass wir keine Sünden mehr begehen werden, um Gott zu widerstehen. Denn unsere sündige Natur bleibt immer noch in uns und wir widerstehen Gott, verraten Ihn und machen Ihn zum Feind. Durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus sind unsere Sünden vergeben worden, aber nicht unsere verdorbene Veranlagung. Die satanischen Veranlagungen wie Arroganz, Egoismus, Gier und List bleiben in uns. Diese verdorbenen Veranlagungen sind tiefer und hartnäckiger als Sünden. Sie sind auch die Wurzel unserer Sünde und unseres Widerstandes gegen Gott. Wenn diese satanischen verdorbenen Veranlagungen nicht gelöst werden, werden wir oft sündigen, ja sogar Gott urteilen und verdammen, indem wir uns auf unsere Vorstellungen und Fantasien verlassen. In Verfolgung und Trübsal werden wir Gott verleugnen und Ihn sogar wie Judas verraten. Wir werden sogar unser eigenes Königreich errichten, um uns Gott zu widersetzen, wenn wir den Status erreichen. Einige werden Opfergaben stehlen und dann werden sie von Gott verdammt und vernichtet werden, weil sie Seine Veranlagung verletzen. … Daher ist es unmöglich, dass diese Menschen in das Königreich des Himmels kommen werden. Gott Jehova sagte: ‚Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig‘ (Leviticus 19,2). Und der Herr Jesus Christus sagte: ‚Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Der Knecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich‘ (Johannes 8,34-35).“

Als ich das hörte, war ich überrascht über ihre gründlichen und tiefen Worte, und ich gab zu, dass das, was sie sagte, eine Tatsache war. Die Pastoren in unserer Gemeinde urteilten übereinander und griffen sich oft mit endloser Eifersucht und Streit wegen Dingen in der Gemeinde an. Auch ich wurde oft von Verfehlungen übermannt und lebte in Sünde. So hasste ich meinen Ehemann und wies ihn zurück, wenn er absichtlich Ärger machte. Ich kannte eine relativ feige Schwester. Sie besaß Häuser in der Stadt und musste sich nicht um Essen oder Kleidung kümmern. So wurde ich eifersüchtig auf sie und schaute sogar auf sie herab…. Als ich sorgfältig über mich selbst nachdachte, stellte ich fest, dass ich in der Tat nicht heilig war. Wie könnte ich berechtigt sein, in das Königreich des Himmels einzutreten? Es scheint, dass die Taufe nicht die Voraussetzung für den Eintritt ins Himmelreich ist. Nur wenn ich mich von Sünden befreie und heilig werde, kann ich würdig sein, in das Königreich des Himmels einzutreten. So erwachte ich etwas.

Nachdem ich einige Verse studiert hatte, sah ich, dass es ein Gericht des Herrn in den letzten Tag geben wurde.

Von da an dachte ich nicht mehr daran, meine Taufe als Kapital anzusehen oder mir vorzustellen, vom Herrn in das Himmelreich aufgenommen zu werden. Jeden Tag las ich die Bibel und betete sorgfältig. Und ich teilte die Zeugnisse mit anderen Schwestern, wenn wir uns trafen. Eines Tages las ich beiläufig einen Vers und sagte: „Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes“ (1. Petrus 4,17). Dann dachte ich an viele Verse, in denen das Gericht erwähnt wird. Also fand ich welche und teilte sie mit Schwester Xia. Ich fragte sie, wie sie diese verstanden hat. Sie sagte aufrichtig: „Ich dachte wie du, dass wir gerettet werden würden, seit wir auf Christus getauft wurden, und dann in das Himmelreich aufgenommen werden würden, wenn der Herr wiederkommt. Später las ich den Vers und sagte: ‚also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit‘ (Hebräer 9,28). Nachdem ich das gelesen hatte, erkannte ich, dass der Herr Jesus Christus Sein Werk noch nicht beendet hatte. Wenn Er uns zum zweiten Mal erscheint, wird Er uns Menschen richten. Aber das Urteil ist, an unserer Erlösung zu arbeiten, anstatt uns zu verurteilen und zu zerstören…“ Als ich diese Worte hörte, war ich erstaunt. Ich konnte es gar nicht glauben. Aber der Vers sagt es so deutlich, dass ich nichts abstreiten konnte. Ich konnte nicht anders, als in meinem Herzen zu Gott zu weinen, o Herr, mögest Du uns Deinen Willen offenbaren. Wann kommst du zurück, um das Urteil zu vollstrecken? Dein Kind freut sich auf das Jüngste Gericht…

Dieser Artikel stammt aus: DIE BIBEL STUDIEREN

Veröffentlicht in Bibel lesen, Evangelium Tag für Tag

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